Standort

Das Projektgebiet

Billbrook entstand Anfang des letzten Jahrhunderts durch Anlage von Kanälen und Geländeerhöhungen, um zusätzlichen Raum für die rasch wachsende Hamburger Industrie zu schaffen. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts dehnte sich das Industriegebiet rasch vom Billbrookdeich nach Süden aus. Auch im nördlichen Teil von Rothenburgsort, dem Billwerder Ausschlag, siedelten sich Industrieunternehmen an. Diese frühe Industrialisierung ging oft mit einer sehr hohen Umweltbelastung für Luft, Wasser und Boden einher.

Durch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg wurden Rothenburgsort und Billbrook stark zerstört. Auch nach dem Krieg wurden Geländeerhöhungen – vielfach mit Trümmerschutt – vorgenommen. Die Nutzung blieb weiter industriell geprägt, die Umweltbelastungen gingen aber entsprechend der fortschreitenden Kenntnisse, Gesetzgebungen und Industriestandards deutlich zurück.

Heute bildet der nördlich zur S-Bahn liegende Teil von Rothenburgsort und Billbrook zusammen das größte zusammenhängende Industriegebiet Norddeutschlands – außerhalb des Hamburger Hafens. Auf einer Fläche von rund 770 Hektar bieten die mehr als 1.000 ansässigen Betriebe Arbeitsplätze für mehr als 20.000 Beschäftigte.

In dem Industriegebiet sind zahlreiche Speditionen, Lagerei- und Versorgungsunternehmen angesiedelt, die von der Nähe zur Innenstadt und zum Hafen profitieren und die Außenwahrnehmung des Gebietes bestimmen. Daneben prägen vor allem die Baubranche, die Chemie- und Kunststoffproduktion, der Großhandel, der Maschinenbau sowie die Lebensmittelproduktion das Gebiet. Vor Ort sind sowohl traditionsreiche als auch jüngere Industrieunternehmen und Dienstleister vertreten, die zum Teil auch auf internationalen Märkten eine hohe Bedeutung haben – wie z.B. Still, Darboven, Rofin-Sinar, Albis Plastic etc.

Karte des Projektgebiets