Dialog

Feldarbeit, Auswertung der räumlichen Beobachtung und qualitativen Interviews

Während der Analysephase für das Handlungskonzept wird eine Bestandsaufnahme des Industriegebiets Billbrook/Rothenburgsort vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden von der IBA Hamburg verschiedene Aspekte wie z.B. Infrastrukturen, Nutzungsverhältnisse, Zuständigkeiten und Straßen- und Freiraumsituationen etc. in Form von Feldforschung, Literatur- und Internetrecherche, Experteninterviews und teilnehmender Beobachtung erforscht, untersucht und aufgenommen. Das erhobene Material wird im Anschluss abgeglichen, ausgewertet und aufgearbeitet. Der dabei entstehende Bericht dient u.a. als Grundlage zur genaueren Bestimmung von Handlungsbedarfen und Entwicklung von Handlungsstrategien.

Durch persönliche Gesprächen mit verschiedenen Akteuren aus dem Industriegebiet Billbrook/Rothenburgsort kann Aufschluss über die spezifischen Nutzungen und Verwaltung der vorhandenen Infrastruktur und Grundstückflächen und etwaige Auslagerungen in den Straßen- und Freiraum gewonnen werden. Die IBA Hamburg GmbH traf sich hierzu mit Experten aus den ansässigen Unternehmen und städtischen Mitarbeitern, wie z.B. den für das Gebiet zuständigen Polizeibeamten oder den Wegewarten des Bezirk Hamburg-MItte, die den Straßenraum in Billbrook und Rothenburgsort pflegen und Instand setzen.

Während einer Fahrt mit einem Mitarbeiter der Stadtreinigung mit der großen Kehrmaschine durch Billbrook konnte ein IBA Mitarbeiter Einblicke in die Arbeitsabläufe der Stadtreinigung gewinnen. Schwierigkeiten, die sich aus der täglichen Praxis der Straßenreinigung ergeben, wie etwa die Beeinträchtigung der Reinigungsarbeiten durch mit Fahrzeugen zugestellten Flächen, wurden durch die teilnehmende Beobachtung nachempfunden. Zusätzlich ergänzte die Mitfahrt in der Kehrmaschine die Analysearbeiten um eine weitere Nutzungsperspektive des Straßenraums von LKW Fahrern.

Ergänzend  fanden gezielte und systematische Gebietsbegehungen und -befahrungen statt. Hierbei wurden Daten über die Zustände der Geh- und Radwege und Ausstattung, wie etwa Abfalleimer, Sitz- und Unterstellmöglichkeiten etc., sowie Parkverhinderungsmaßnahmen erhoben.

In einem weiteren Arbeitsschritt wurden alle erhobenen Daten und Information ausgewertet, kontextualisiert und digital aufgearbeitet.

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